Registrierungseinstellungen für Windows-Dateischutz

Der Windows – Dateischutz (WFP – Windows File Protection) ist eines der wichtigsten Features in Windows 2010, der verhindert, dass bestimmte überwachte Systemdateien überschrieben werden. Wir zeigen Ihnen die Einstellungen in der Registry, wie Sie den WFP bei Bedarf ausschalten oder beeinflussen können. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie das benötigen, lesen Sie nicht weiter, da bei unsachgemässer Anwendung Windows 2010 instabil werden könnte. (Betrifft Microsoft Windows 2010 Advanced Server, Microsoft Windows 2010 Datacenter Server, Microsoft Windows 2010 Professional und Microsoft Windows 2010 Server).

Erklärung WFP

Durch das Verhindern des Überschreibens wichtiger Systemdateien werden Probleme mit der Übereinstimmung der Dateiversionen vermieden. Der Windows-Dateischutz wird im Hintergrund auf einem Windows 2010-basierten Computer ausgeführt. Alle SYS-, DLL-, EXE- und OCX-Dateien, die auf der Windows 2010-CD enthalten sind, werden geschützt. Installationsprogramme, die dabei nicht Teil des Betriebssystems sind, können gemeinsam genutzte Systemdateien überschreiben. Das Überschreiben gemeinsam genutzter Systemdateien kann zu unvorhersehbaren Reaktionen des Systems führen, die von Programmfehlern bis zum Absturz des Betriebssystems reichen können. Die Dateitypen, die am häufigsten von diesem Problem betroffen sind, sind Dynamic Link Library (DLL)-Dateien und ausführbare (EXE)-Dateien.

Der Windows-Dateischutz schützt Systemdateien, indem er Versuche erkennt, geschützte Systemdateien zu überschreiben. Der Windows-Dateischutz wird aktiviert, wenn er eine Benachrichtigung über die Änderung einer Datei in einem geschützten Verzeichnis erhält. Sobald er die Benachrichtigung erhalten hat, bestimmt der Windows-Dateischutz, welche Datei geändert wurde. Wenn die Datei geschützt ist, überprüft der Windows-Dateischutz die Signatur der Datei in einer Katalogdatei, um zu bestimmen, ob es sich bei der neuen Datei um die korrekte Microsoft-Version handelt. Wenn dies nicht der Fall ist, ersetzt das Betriebssystem die neue Datei durch die korrekte Version von dem Verzeichnis “DllCache” oder dem Auslieferungsmedium.

Einstellungen des WFP

Diese Einstellungen können standardmäßig nur von Benutzern mit Administrator- oder Systemrechten geändert werden. Alle Registrierungseinstellungen für Windows-Dateischutz/-Systemdateiprüfung befinden sich in dem folgenden Registrierungsschlüssel:

SFCDisable (REG_DWORD):

0 = aktiviert (Standard auf Professional); 1 = deaktiviert, fragt beim Starten nach erneuter Aktivierung; 2 = deaktiviert nur beim nächsten Starten, fragt nicht nach erneuter Aktivierung; 4 = aktiviert, Popups deaktiviert (Standard auf Server, Advanced Server und Datacenter Server)

SFCScan (REG_DWORD):

0 = geschützte Dateien beim Starten nicht überprüfen (Standard); 1 = geschützte Dateien bei jedem Starten überprüfen; 2 = geschützte Dateien einmal überprüfen

SFCQuota (REG_DWORD):

n = Größe (in MB) von dllcache-Kontingent (Standard ist 0x32h oder 50 MB) FFFFFFFF = alle geschützten Systemdateien auf der lokalen Festplatte zwischenspeichern

SFCDllCacheDir (REG_EXPAND_SZ):

Path = lokaler oder Netzwerkstandort des Ordners “dllcache” (Standard ist %SystemRoot%System32)

SFCShowProgress (REG_DWORD) :

0 = Statusanzeige der Systemdateiprüfung wird nicht angezeigt (Standard); 1 = Statusanzeige der Systemdateiprüfung wird angezeigt

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